In manchen Fällen ist es nicht vermeidbar, die Betten, in denen Menschen schlafen, mit Gittern zu versehen. Dies geschieht jedoch immer zum Selbstschutz und soll keine Strafe sein. Auch will man die Menschen, die in Betten mit Gittern schlafen müssen, keinesfalls wegsperren. Hier wird aus Gründen der Unfallverhütung gehandelt.
Babys sind beispielsweise in Betten mit Gittern untergebracht. Hier vergehen nach der Geburt nur sehr wenige Wochen, bis die Kinder beginnen, sich im Schlaf zu drehen. Viel zu groß ist das Risiko, dass beim aus dem Bett Fallen etwas passieren könnte, als dass man darauf verzichten könnte, die Kinder in den geeigneten Betten unterzubringen. Auch Schlafsäcke sind keine Lösung, will man wirklich sicher sein, dass dem Baby nichts geschieht.
Auch Senioren, die schon unter Demenz oder gar Alzheimer leiden, müssen oft in speziellen Betten mit Gittern, die man hochklappen kann, untergebracht werden. Meist reicht dies gar nicht aus, denn oft versuchen die Patienten, über die Gitter zu steigen. Hier ist eine zusätzliche Fixierung nötig, die jedoch aus reinem Schutz der kranken und verwirrten Menschen angebracht werden muss. Diese Patienten kann man nur durch Fixierung in den Betten oder Ruhigstellung mit Medikamenten in ihren Betten vor Unfällen bewahren; die Fixierung ist hier die wesentlich bessere Lösung.
Auch Menschen, die aus verschiedenen Gründen in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden müssen, verbringen ihre Nächte oft in Betten mit Gittern. Patienten, die akut unter Selbstmordgefahr stehen oder sich selbst verletzen wollen, werden in den Betten fixiert, bis die Behandlung Früchte trägt und sie auf dem Weg der Besserung sind. Durch mangelndes Personal kann hier nicht die ganze Zeit ein Pfleger oder eine Schwester anwesend sein.
